Für mehr bezahlbaren Wohnraum in Sursee
Stellungnahme der SP Sursee zur Teilrevision der Ortsplanung.
Die SP Sursee hat im Rahmen der öffentlichen Auflage zur Teilrevision der Ortsplanung eine Stellungnahme eingereicht. Auch wenn wir als politische Partei gemäss § 207 PBG kein Einspracherecht haben, erlaubt uns § 6 Abs. 3 lit. b PBG, unsere Anliegen in Form einer Meinungsäusserung einzubringen.
Unsere Stadt steht vor grossen Herausforderungen im Bereich des Wohnens. Die SP Sursee hat bereits im Jahr 2013 die Initiative «für erschwinglichen Wohnraum» lanciert – ein Zeichen dafür, wie lange wir uns bereits für dieses zentrale Anliegen engagieren. Damals erkannte der Stadtrat den Handlungsbedarf und plante im Neufeld ein Projekt für preisgünstigen Wohnraum, das leider nicht realisiert wurde.
Heute – mehr als zehn Jahre später – ist der Druck auf dem Wohnungsmarkt weiterhin hoch. Die Leerwohnungsziffer ist tief, bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Zwar gelten in der Schweiz offiziell keine Marktmieten – doch ohne zentrale Prüfung der Mietzinse sieht die Realität oft anders aus. Gerade Menschen mit geringem Einkommen, Alleinerziehende oder Familien sind von dieser Entwicklung besonders betroffen.
Unsere Forderung: Im Rahmen der Teilrevision sollen verbindliche Anforderungen für sozialen Wohnungsbau geprüft und – wo möglich – in die Planung aufgenommen werden. Besonders das Gebiet Münchrüti Süd bietet laut den öffentlich aufgelegten Unterlagen Potenzial: Wir schlagen konkret vor, im Gestaltungsplan von Anhang 6 (S.13) eine Quote von mindestens 20 % sozialem Wohnungsbau festzuschreiben.
Damit würde die Stadt Sursee ein klares Signal setzen: Bezahlbares Wohnen ist ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit – und wir übernehmen Verantwortung für die Menschen, die hier leben.